Mit RadL ist gut Kuchen essen

Wir haben uns sehr gefreut, dass wir zur Feier unseres 20. Geburtstags auf dem Marktplatz u.a. OB Schuler, den 1. BM Dr. Vonderheid sowie BM Brenner begrüßen durften. Die Chefs vom Ordnungs- wie auch vom Tiefbauamt waren mit anderen Mitarbeitern der Stadtverwaltung unsere Gäste, ebenso die Vorsitzenden von BUND, Lokaler Agenda 21 und Nabu sowie Vorsitzende und Mitglieder verschiedener Fraktionen des Gemeinderats. RadL fühlt sich nicht nur dadurch bestärkt, dass wir mitten in der Bürgergesellschaft ein akzeptierter Gesprächspartner zu Fragen der Mobilität und der Lebensqualität in unserer Stadt sind. Gerne wollen wir dieses Vertrauen auch in den nächsten Jahren rechtfertigen.

Mehr Fotos von unserer Geburtstagstour und -feier gibt es auf dieser Feierseite. Sehr unterstützt wurden wir beim Ausrichten unserer Feier durch die netten MitarbeiterInnen vom Bistro Domizil!

Und das hat Ulrike Otto von der Leonberger Kreiszeitung zu diesem Anlass geschrieben.

Die Geschichte von 20 Jahren RadL haben wir jetzt mal im Überblick zusammen geschrieben.

 

 

Stefan Güth ist einer der Mitbegründer von RadL und hat die ersten 10 Jahre als Sprecher gewirkt. Er hat uns einen Geburtstagsbrief geschrieben, den wir hier gerne veröffentlichen.

 Werte RadLer,

 das Wichtigste zuerst: Ich bin wirklich sehr glücklich, dass es Euch alle bzw. RadL immer noch gibt! Und vor allem, dass Ihr noch richtig aktiv seid und nicht etwa nur noch als Internetseite existiert. Und ganz ehrlich, ein bisschen stolz bin ich auch, denn wir haben etwas erreicht, es hat Spaß gemacht, war nicht umsonst und zeigt immer noch Wirkung!

DANKE dafür an Euch alle!!

Aber vor allem danke ich Irmgard Meurer, die mich lange Jahre unterstützte und vertrat und dann als Sprecherin alles übernommen hat, nachdem es mich nach Speyer gezogen hatte!

Aber nun der Reihe nach:

Als mir Örmy kürzlich mitteilte, wie Sebastian herausgefunden hatte, dass es RadL schon 20 Jahre gibt, war ich selbst erstmal ziemlich erstaunt. Ich selbst hätte die Gründung von RadL doch glatt auf 1999 datiert, also synchron zur Gründung der Lokalen Agenda 21 in Leonberg. Aber da gab es RadL ja schon mehrere Jahre!

Allerdings ist es für mich gar nicht so einfach, zu rekonstruieren, wie sich das damals alles zugetragen hat.

Ich war Mitglied beim BUND und hatte mir dort als eigenes Themenfeld das Radfahren in Leonberg vorgenommen. Schnell fanden sich Mitstreiter vom ADFC, z.B. Carl Friedrich und Dietbert Scharner.

Die ersten Aktionen waren unserer Fahrradbörsen. Dann folgten Teilnahmen am Pferdemarktumzug sowie erste Ideen für Verbesserungvorschläge.

Nachdem 1998 in Rio der Umweltgipfel unter dem Motto "Global denken - lokal handeln" stattfand, kam Inge Henke-Messerschmidt auf die Idee für unseren Namen "RadL - Radel aktiv durch Leonberg" . Kurz darauf habe ich mit Tom Ikrat zusammen unser Logo kreiert - und beides hat noch Bestand, toll!

Als dann 1999 in Leonberg die Lokale Agenda 21 gegründet wurde, waren wir natürlich gleich mit dabei.

Mit unseren detaillierten Verbesserungsvorschlägen für viele Problemstellen in der Stadt, die wir in zwei dicken, bebilderten Bänden der Stadt überreichten, konnten wir manches bewirken. Im Gemeinderat stießen wir leider oft auf Ablehnung. Aber auch Teile des Straßenbauamtes waren uns nicht immer wohlgesonnen. So kam es, dass viele unserer Vorschläge leider verworfen oder erst viel später umgesetzt wurden.

Wir haben aber auch Dinge organisiert, die Spaß machten, um auf diese Weise die Menschen zum Radfahren zu animieren. So haben wir im Jahr 2000 den 1. Leonberger RadL-Tag organisiert. Das war das Highlight für uns, u.a. mit Podiumsdiskussion mit dem OB sowie musikalischer Unterhaltung durch die schwäbische Band "Grachmusikoff".

Und die RadL-Tourenkarten, die Alfred Rösner auskundschaftete, verfasste und drucken ließ, wurden und werden noch immer von allen hoch gelobt und geschätzt, toll !

Oder unsere jährlichen Fahrradbörsen, die Radtouren, die Internetseite und vieles mehr!

Wie oben geschrieben, bin ich ein wenig stolz auf das, was wir gemacht und bewirkt haben.

Aber ich bin vor allem richtig glücklich darüber, dass das alles immer noch Bestand hat und Ihr immer noch weiter macht!!

Hier in Speyer ist alles ziemlich flach, Alltagsradeln ist ein Leichtes und gehört zum Stadtbild. Vielleicht kommt der Trend zum Pedelec ja auch in Leonberg dem Radeln in der Stadt zu Gute, denn mit ein bisschen "Rückenwind" lassen sich die Höhenunterschiede eben doch viel leichter bewältigen. Und irgendwann ist dann das Netz der Radverkehrsanlagen besser ausgebaut als das der Straßen...

Ich wünsche Euch allen jedenfalls alles Gute, vor allem Gesundheit und ich danke Euch ganz herzlich für Euren Einsatz.

Auf bald und viele liebe Grüße

Stefan